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Intensivbetten für Corona-Kranke: Zu langsam reagiert

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Von: Tim Szent-Ivanyi

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Wenn es so weiter geht, fehlen sehr bald schon Intensivbetten für Covid-19-Patienten. Jens Spahn hat sich zu viel Zeit gelassen. Der Kommentar.

Nach wie vor kann man sich nur darüber wundern, dass es bis zur Corona-Pandemie in Deutschland keine aktuelle Statistik über belegte und freie Intensivbetten gab. Es gilt als enormer Fortschritt, dass dieses Register seit Mitte April existiert. Nun hat sich allerdings herausgestellt, dass einige Krankenhäuser Betten gemeldet haben, die gar nicht sofort frei sind oder für die es nicht genügend Personal gibt. Ob das mutwillig geschah oder deshalb, weil die Kriterien unklar formuliert waren, sollte allerdings später aufgearbeitet werden.

Da die Kapazitäten also noch geringer sind als bisher angenommen, muss die Politik sofort handeln: Alle planbaren Operationen müssen, soweit es medizinisch vertretbar ist, verschoben werden. Es ist ein schweres Versäumnis der 16 Landesregierungen, dass das noch nicht überall geschehen ist. Nur so wird es genug Betten und vor allem Personal geben, um die hohe Zahl schwer erkrankter Covid-19-Patienten zu versorgen.

Auch Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) muss sich den Vorwurf gefallen lassen, zu langsam zu reagieren. Denn für die Kliniken ist ein Aufschub von planbaren Operationen nur zu stemmen, wenn der Einnahmeverlust ausgeglichen wird. Erst jetzt lässt Spahn eine Lösung ausarbeiten. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht zu spät ist.

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