Flüchtlinge

Integration ist auch Arbeit

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Eine Studie über Integrationskurse zeigt deren Erfolge und Misserfolge und verdeutlicht, dass es kein Schwarz-Weiß gibt bei diesem Thema.

Die jüngsten Zahlen über Erfolg oder Misserfolg von Integrationskursen zeigen, dass sich das Thema nicht für Polarisierung eignet. Denn da, wo es Probleme gibt, sind sie weniger ideologischer als praktischer Natur. So ist die Quote derer, die die Integrationskurse erfolgreich absolvieren mit knapp zwei Dritteln in etwa gleich geblieben. Das ist gut. Dafür hat der Anteil der Analphabeten an den Kursteilnehmern zugenommen und liegt bei 30 Prozent. Das ist schlecht, weil es die Integration erschwert.

Der Mehrheit gelingt die Integration, einer Minderheit nicht. Doch selbst da, wo Integration misslingt, ist das nicht zwangsläufig ein Argument gegen die Flucht. Denn wer flüchtet schon freiwillig? Auch hängt Integration vom Zuwanderer und von der aufnehmenden Gesellschaft ab.

Wer die Studie für politische Meinungsmache nutzen will, der dürfte sowohl fündig als auch enttäuscht werden. Für die einen ist das Glas halb voll, für die anderen halb leer. Wer nüchterner an die Sache herangeht, der sieht, dass es mal wieder kein Schwarz-Weiß gibt, sondern Grautöne - und viel Arbeit. 

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