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Zukunft der Linkspartei: Inhalte gesucht

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Von: Markus Decker

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Läuft die Linke Gefahr, in ein Schattendasein abzudriften?
Läuft die Linke Gefahr, in ein Schattendasein abzudriften? © Swen Pförtner/dpa

Die Linke muss an sich arbeiten. Dabei mangelt es ihr an Vielem. Der Kommentar.

Was die Zukunft der Linken anbelangt, ist wenig klar – bis auf eines: Sie hat viele Probleme. So hat sie nie gelernt, Konflikte kultiviert auszutragen, so zu konsensfähigen Lösungen zu kommen und sich damit weiterzuentwickeln. Sie führt stets aufs Neue dieselben Grundsatzdebatten.

Wegen der schlechten Wahlergebnisse und fehlender finanzieller Mittel ist auch der Apparat geschrumpft. Der Linken fehlt es politisch wie materiell derart an Substanz, dass man sich fragt, woher der um Jahre verspätete Wandel zum Besseren noch kommen soll.

Damit ist die Latte für den Erfurter Parteitag gelegt. Die Linke braucht eine überzeugende Führung, die mit der Fraktion harmoniert. Janine Wissler kann dazu gehören. Sie braucht eine unmissverständliche Programmatik und Mut, Positionen und Personen mit großer AfD-Schnittmenge energisch ins Abseits zu stellen. Sonst hat sie keine Existenzberechtigung. Und sie sollte sich an den Ländern orientieren. In Berlin mit Klaus Lederer und Thüringen mit Bodo Ramelow wissen sie, wie man Grundsatztreue mit Pragmatismus verbindet, statt ins Sektierertum abzugleiten.

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