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Industriepolitik wirkt

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Von: Christoph Höland

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Auf dem Gelände eines ehemaligen Kohlekraftwerks in Ensdorf soll das Werk der US-Firma Wolfspeed entstehen.
Auf dem Gelände eines ehemaligen Kohlekraftwerks in Ensdorf soll das Werk der US-Firma Wolfspeed entstehen. © Boris Roessler/dpa

Der US-Chiphersteller Wolfspeed will ein Werk im Saarland, weil das Bundesland mit einem Transformationsfonds die Investition unterstützt. Der Kommentar.

Das Saarland steht nach dem Niedergang der Stahlindustrie erneut vor gewaltigen Herausforderungen: Kein anderes Bundesland ist derart von fossil geprägten Metall- und Autofabriken abhängig wie diese Region. Bei Arbeiterinnen und Arbeitern geht die Angst um, nicht erst seit Ford der Saar den Rücken zukehren will.

Die neue Chipfabrik von Wolfspeed und ZF ist deshalb ein Hoffnungsschimmer – und eine Überraschung. Was ZF an der Saar plant, war lange unklar. Nun werden die Werke nicht nur für Elektromobilität fit gemacht, es kommt auch noch eine ziemlich zukunftstaugliche Investition hinzu.

Möglich gemacht hat das auch eine kluge Industriepolitik: Die Landesregierung setzt entschlossen auf einen Transformationsfonds. Für die Ansiedlung von Firmen stehen Milliarden bereit, zugleich ziehen die Sozialpartner an einem Strang. Der grüne Umbau der Wirtschaft braucht solchen politischen Flankenschutz. Den gibt es nicht umsonst: Das Saarland investiert drei Milliarden Euro in den Fonds – und hat dafür im Gegensatz zu anderen Bundesländern seine Schuldenbremse ausgesetzt.

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