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Hybride Gefahr

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Von: Felix Huesmann

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Wird sich nun intensiv mit dem Fall beschäftigen müssen: Bruno Kahl, Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND).
Wird sich nun intensiv mit dem Fall beschäftigen müssen: Bruno Kahl, Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND). © dpa/(Archivbild)

Die russische Spionage ist ein Teil des hybriden Kampfes Moskaus, dem sich der Bundesnachrichtendienst und der Rest der Gesellschaft Deutschlands stellen muss. Der Kommentar.

Die Festnahme eines mutmaßlichen Doppelagenten beim Bundesnachrichtendienst ist alarmierend. Es sollte aber nicht überraschen, dass russische Nachrichtendienste in den geheimsten und bestinformierten Kreisen Deutschlands Informanten und Spione haben. Denn die russischen Dienste haben die Bundesrepublik genau im Blick.

Die Nachrichtendienste vieler Länder spionieren in Deutschland Geheimnisse aus. Darunter sind Länder, die Deutschland eher feindlich gesinnt sind. Aber auch befreundete Staaten spionieren mit – das ist seit der NSA-Affäre vor wenigen Jahren sehr klar.

Die Geheimdienste des Kreml schrecken auch vor politischen Morden in Deutschland nicht zurück und wollen unser demokratisches System erschüttern. Dazu nutzen sie auch Cyberangriffe und Desinformation und versuchen, das Vertrauen in Staat und Demokratie zu untergraben. Diesen hybriden Kampf führen Moskaus Dienste mit russischen Staatsmedien, Trollfabriken und politischen Verbündeten in Deutschland.

Die Verteidigung gegen Russlands Angriffe mit antidemokratischer Desinformation allerdings ist die Sache der ganzen Gesellschaft. Das beste Abwehrmittel ist, wachsam zu sein und den Lügen und Realitätsverdrehungen des Kreml nicht auf den Leim zu gehen.

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