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Die Gewaltspirale in Hongkong dreht sich immer schneller.

Eskalation des Protests

Beendet die Gewalt in Hongkong

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Die Eskalation des Protests in Hongkong nutzt eher den Machthabern, nicht den Demonstranten. Der Kommentar.

Leider dreht sich die Gewaltspirale in Hongkong immer schneller, steigt die Zahl der Opfer. Und kaum jemand kann oder will die Eskalation stoppen. Nachdem die Stadtregierung den Widerstand zunächst unterschätzte und anschließend hoffte, die Demonstranten zu beschwichtigen, indem sie ihnen ein ganz klein wenig entgegen kommt, setzt sie nun darauf, den Protest zu kriminalisieren.

Den sogenannten Sicherheitskräften liefert eine kleine Gruppe von Randalierern bedauerlicherweise mit ihren Provokationen auch noch Argumente. Dieser Teil des Protests konterkariert die ursprünglichen Ziele der überwiegend friedlichen Demonstranten. Sie gingen friedlich für Freiheit und Wohlstand auf die Straße. Diese Ziele sind nun durch die Polarisierung gefährdet.

So wollen die ersten Firmen die chinesischen Sonderverwaltungszone verlassen. Und Peking wird nur einlenken, wenn der Widerstand friedlich bleibt. Gerade deshalb müssen vor allem Demonstranten den Konflikt deeskalieren. Für sie ist der friedliche Dialog und ein Kompromiss der einzige Ausweg.  

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