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Androgyne Figur? Disneys Peter Pan. 

„Magical Pride“ in „Disneyland Paris“

Homophobes Bündnis macht gegen Disneys „Magical Pride“ mobil

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Am 1. Juni findet in „Disneyland Paris“ ein Fest statt, das die „Schönheit der Vielfalt“ feiert. Das rechte Bündnis „Citizen Go“ mobilisiert. Warum eigentlich? Ein Kommentar. 

Das traditionsreiche Medienunternehmen „Walt Disney“ hat sich in seinen Zeichentrickfilmproduktionen nie um stereotype Mann-Frau-Klischees gekümmert. Man nehme alleine die „Schneewittchen“-Verfilmung, wo sich eine Schönheit in eine singende und tanzende, tadellos funktionierende Männer-WG verirrt, an die äußerst feminin gezeichneten Tiere im „Dschungelbuch“ oder an junge androgyne Helden wie Peter Pan.

„Natürlich sind Disney-Filme schwul“

In der „Welt“ wurde daher längst gefragt, ob nicht auch Bugs Bunny (eigentlich Warner) eventuell schwul sei – mit dem Ergebnis: „Natürlich sind Disney-Filme schwul“. Und auch lesbisch. Von daher ist es eine logische Folge, dass die Vielfalt der Menschen gelebt wird – und das nicht erst seit dem „Magical Pride“ auch kommerziell. 

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Entsprechend findet am 1. Juni in „Disneyland Paris“ ein Fest statt, das die „Schönheit der Vielfalt“ feiert: „laut, stolz und lebendig, in den Farben des Regenbogens!“ Eigentlich kein Grund zur Aufregung, ganz im Gegenteil. Dies ist genau die Gleichberechtigung, die vom rein Politischen, weil kulturell gelebten, abhebt. 

„Citizen Go“, im Dunstkreis der selbst ernannten „Demo für alle“

Aber die rechts-konservative Plattform „Citizen Go“, im Dunstkreis der selbst ernannten „Demo für alle“, macht gegen das Event mobil. Ihr patriarchales Familienmodell, möglichst viele Kinder – und am besten sind sie wohl alle ein bisschen deutsch? - gemahnt an völkische Ideologien. Weil natürlich die Eltern Mann und Frau sein müssen und – wenn es klappt – die Kinder heterosexuell indoktriniert. 

Mickey Mouse ärgert sich über Minnie Mouse. Oder umgekehrt? Hetero sind sie, laut CitizenGo

Den lieben Kleinen wird schon beigebracht, was sie nicht sein dürfen, selbst wenn sie es sind. Entsprechend ist sich der „Citizen Go“-Kader nicht zu schade, eine Petition gegen „Die LGBT-Indoktrinierung in Disneyland“ zu starten, die unbedingt gestoppt gehöre. Man könne nicht zusehen, dass an einem „familienfreundlichen Ort eine schrille Gay-Parade“ stattfinde. Und weshalb nicht? Weil es die Vielfalt zeigt? Weil eventuell zwangsheterosexualisierte Kinder denken könnten: „Hoppla, da sind ja lesbische Minimäuse, so eine will ich jetzt auch sein.“? 

„Queer.de“ sprach von „Homo-Hassern“

„Queer.de“ reagierte bereits auf den Aufruf und sprach von „Homo-Hassern“, die gegen Euro-Disney aufstacheln würden. („‘Gay Days‘ sind inzwischen in vielen Freizeitparks an der Tagesordnung“) . Das will sich der Verein natürlich nicht gefallen lassen: „Was dieser Protest mit Hass zu tun haben soll, das müssen sich jene fragen, die uns Hass und Angst unterstellen.“ Es gäbe jedoch immer mehr Menschen, die die „schrill-schrägen Pride-Paraden nicht mehr schweigend“ hinnehmen. 

Klingt wie eine Drohung, zumal die wenigsten der „Citizen-Go“-Leute jemals auf einer Parade gewesen sein dürften. Und wenn, dann um möglicherweise den Menschen den Teufel auszutreiben, der scheint‘s in einer patriarchalen Seele nicht hausen kann. Haben halt alle ihre eigene Bibel nicht richtig gelesen.

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