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Martin Schulz beflügelt die SPD zu neuen Höhen - und bekommt dabei unfreiwillig Unterstützung von den anderen Parteien.

Umfragehoch

Höhenflug der SPD

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Die SPD zieht in Umfragen an der Union vorbei. Das ist nicht alleine der Schulz-Effekt - die Parteien von der Linken bis zur AfD helfen kräftig mit. Ein Kommentar.

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz punktet in Umfragen seit einigen Wochen im persönlichen Vergleich gegen Angela Merkel. Nun hat er auch noch seine Partei mitgezogen, die erstmals seit zehn Jahren an der Union vorbeizieht. Und die steht staunend und leicht missgelaunt daneben und weiß nicht genau, wie sie reagieren soll. Fürs Erste hat sie sich dafür entschieden, über den neuen Vorturner zu lästern und darauf zu warten, dass dem doch mal ein Sprung danebengeht.

Bis zur Bundestagswahl sind es noch sieben Monate, in denen viel passieren kann. Es ist alles andere als ausgemacht, dass Schulz ins Kanzleramt zieht und Merkel mehr Zeit für gute Bücher hat. Aber der SPD hilft, dass sich die Unionsparteien so lange gegenseitig schlechtgeredet haben, bis es wirklich in den letzten Kreisverband durchgedrungen war. Der SPD hilft auch, dass die AfD sich braun gefärbt hat. Der Linkspartei hat Schulz mit seiner Anti-Agenda-2010-Agenda deren Kernthema, auch deren Gründungsimpuls genommen.

Da kommt also einiges zusammen, und wenn sich der Trend weiter verfestigt, wenn es der SPD gelingt, sich als Sinnbild für neuen Schwung und Energie darzustellen, kann es eng werden für die Union. Vorausgesetzt, die SPD verfällt beim ersten Umfrageeinbruch nicht in ihr übliches Selbstmitleid. Und Schulz geht die Puste nicht aus.

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