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Hiobsbotschaft für Reisende

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Von: Johanna Apel

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Lufthansa-Piloten streiken wieder.
Lufthansa-Piloten streiken wieder. © Uwe Anspach/dpa/Archiv

Pilotinnen und Piloten streiken bei Lufthansa nicht nur für mehr Lohn, sondern auch gegen schlechtere Tarifverträge in Tochtergesellschaften der Fluggesellschaft

Zwar sind Flugreisende schon leiderprobt, doch der kurzfristig verkündete Streik bei Lufthansa ist eine schlechte Nachricht. Erneut stranden etliche – und das in der Ferienzeit, die in den südlichen Bundesländern noch andauert und an diesem Wochenende in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland endet. Zum Angebot der Fluggesellschaft gehört ein um 900 Euro pro Monat höheres Grundgehalt. Davon können andere Beschäftigte nur träumen. Die Zahl nährt den Verdacht, dass es um etwas anderes geht.

Es gibt Ärger über die Gründung neuer Tochter-Airlines, die es einfacher machen, Tarifverträge zu umgehen. Nachdem im vergangenen Jahr bereits Eurowings Discover gegründet wurde, steht mit Cityline 2 eine neue Tochter im Raum. Bekommen die billigeren Tochter-Airlines mehr Anteile am Flugplan, wird für alle mit alten Verträgen die Luft dünner.

Noch ist unklar, wer den Machtkampf gewinnt. Fest steht, dass er sich auf die bestehenden Konzerntöchter ausweiten könnte. Auch bei Eurowings haben sich die Pilotinnen und Piloten für eine Arbeitsniederlegung ausgesprochen.

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