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Trübe Gesichter bei der FDP in Dresden.
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Trübe Gesichter bei der FDP in Dresden.

Sachsen-Wahl

CDU im Hintertreffen

  • Daniela Vates
    VonDaniela Vates
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Die Zeit der FDP ist vorbei, die Zeiten für die CDU werden schwieriger: Angela Merkels Truppe verliert eine Koalitionsoption und bekommt starke Konkurrenz am rechten Rand, während die SPD langsam ihre Scheuklappen vor der Linkspartei ablegt. Ein Kommentar.

Noch bevor Sachsen gewählt hatte, hat die Zersplitterung der FDP eine neue Komponente erhalten: In Hamburg verkündeten enttäuschte FDP-Leute die Gründung einer neuen, einer wahrhaft liberalen Partei, die nicht geprägt sein solle von Besitzstandsdenken und „kritiklosem Aufgreifen rein wirtschaftlicher Wunschvorstellungen“. Es mag ein Ausstieg einer marginalen Gruppe sein, aber die FDP kann sich kein Splittern mehr leisten. Der Zerfall scheint voranzuschreiten. Die Marke FDP gilt selbst eigenen Leuten nichts mehr, und zwar nicht nur in Sachsen, wo Spitzenkandidat Holger Zastrow am Wahltag, im Angesicht des vorhergesagten Debakels, traurig-trotzig bekundete, man habe „gekämpft wie die Löwen“.

Der Niedergang der FDP betrifft andere gleichermaßen – nicht existenziell zwar, aber empfindlich: Die CDU verliert eine Koalitionsoption. Sie hat sich zwar für die Grünen geöffnet, weil aber gleichzeitig die SPD die Scheu vor der Linkspartei zu verlieren scheint und mit der AfD eine Konkurrenz am rechten Rand erwachsen ist, gerät Angela Merkels Truppe ins Hintertreffen. In Sachsen, wo die CDU seit der Wiedervereinigung immer regiert hat, ist das nicht entscheidend. Aber die sächsischen Verhältnisse sind eine Ausnahme. Die Zeit der FDP ist vorbei, die Zeiten für die CDU werden schwieriger.  

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