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Hat sie in ihrer Doktor-Arbeit geschummelt? Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wäre nicht die erste.
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Hat sie in ihrer Doktor-Arbeit geschummelt? Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) wäre nicht die erste.

Ursula von der Leyen

Hinterlistiger Angriff

  • Markus Decker
    VonMarkus Decker
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Ob man sie nun mag oder nicht: Ursula von der Leyen (CDU) ist eine hochtalentierte Politikerin. Es wirkt hinterlistig, sie jetzt wegen einer 25 Jahre alten Doktorarbeit zu belangen. Ein Kommentar.

Die Bundesministerin der Verteidigung nicht zu mögen, heißt noch nicht, ihr alles Ungemach der Welt an den Hals wünschen zu dürfen. Ursula von der Leyen (CDU) ist eine hochtalentierte Politikerin. Dass sie, was das Elternhaus angeht, den perfekten Start ins Leben hatte, als ewig Klassenbeste von allen Gaben im Übermaß besitzt und vor Ehrgeiz brennt, rechtfertigt Hinterlist keineswegs. Hinterlistig wirkt es jedoch jetzt, wenn ihr akademische Fehler nachgewiesen werden sollen, weil man ihr sonst nicht beikommt – 25 Jahre alte Fehler.

Ein Rücktritt muss nicht sein

Dass die Ministerin zurücktreten müsste, falls sie ihren Doktortitel loswürde, ist nicht gewiss. Schon ist von einem minderschweren Fall die Rede. So doll wie der Freiherr zu Guttenberg hat es von der Leyen also eher nicht getrieben. Auch ist sie anders als Annette Schavan nicht Bildungsministerin, bei der der Verlust des Titels den Verlust des Amtes zwingend machte.

Allerdings ist die Verteidigungsministerin Dienstherrin der Bundeswehr-Universitäten. Und außerdem handelt es sich erstmals um eine medizinische Arbeit. Dass der Doktortitel in der Medizin als leichte Beute gilt, könnte zum Bumerang werden – indem die Hochschule nun umso strenger prüft. Im Rennen ums Kanzleramt wäre eine amtlich attestierte Schummelei jedenfalls ein herber Schlag. Das soll wohl so sein.

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