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Kampfflugzeug der türkischen Luftwaffe.
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Kampfflugzeug der türkischen Luftwaffe.

Abschuss von SU-24

IS ist der heimliche Sieger

  • Andreas Schwarzkopf
    VonAndreas Schwarzkopf
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Während die Nato nach dem Abschuss des russischen Kampfjets die Wogen zu glätten versucht, nutzen Erdogan und Putin den Zwischenfall für starke Worte. Gewinner des Desasters ist der IS. Ein Kommentar.

Welch ein Desaster. Statt gemeinsam mit anderen eine Strategie gegen die Terrororganisation „Islamischer Staat“ zu entwickeln, schießt die Türkei – ein potenzieller Bündnispartner – einen Kampfjet des möglichen Koalitionsmitglieds Russland ab. Erdogan und Putin nutzen den Zwischenfall für starke Worte, mit denen sie das jeweils heimische Publikum bei Laune halten wollen. Und die Nato versucht den Schaden zu begrenzen.

Der französische Staatschef Hollande komplettiert das desaströse Bild. Er sprach nach den Attentaten von Paris von Krieg, ließ den IS in Syrien bombardieren und reist nun zu Verbündeten, um mit ihnen über den Kampf gegen die Terroristen zu sprechen. So als ob es ein völlig neuer Konflikt wäre und nicht einer, in dem bereits seit Jahren unzählige Menschen sterben.

Die heimlichen Sieger sind die „Gotteskrieger“. Sie jubeln über die Schwäche der internationalen Gemeinschaft, die seit langem Teil ihrer Stärke ist. Und sie werden sich freuen, dass sich kaum noch jemand um einen dringend notwendigen Friedensprozess bemüht, mit dem der syrische Bürgerkrieg beendet werden müsste. Solange das nicht geschieht, werden die IS-Terroristen weiter Menschen entführen oder töten und Anschläge verüben – nicht nur in Europa.

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