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Menschen demonstrieren vor dem Supreme Court in Washington gegen Brett Kavanaugh.
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Menschen demonstrieren vor dem Supreme Court in Washington gegen Brett Kavanaugh.

Brett Kavanaugh

Hass auf der Richterbank

  • Karl Doemens
    VonKarl Doemens
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Die Berufung von Brett Kavanaugh ist zu einer abstoßenden Dokumentation der hasserfüllten Spaltung der USA geworden. Ein Kommentar.

Der Mann soll schlichten. Doch die Berufung des Supreme-Court-Richters Brett Kavanaugh ist zu einer abstoßenden Dokumentation der hasserfüllten Spaltung der USA geworden. Eine Frau hat den Kandidaten der versuchten Vergewaltigung bezichtigt. Verängstigt, nervös, aber glaubhaft trug sie ihre Vorwürfe vor. In seiner Erwiderung wehrte sich Kavanaugh nicht nur mit verständlicher Empörung. In einer Wutrede wetterte er über die von den Demokraten „im Blutrausch“ inszenierte „nationale Schande“ seiner öffentlichen Hinrichtung. Damit gab er jeden Anschein der Überparteilichkeit auf.

Genau deshalb wollen die Republikaner den Mann auf Lebenszeit ans Oberste Gericht befördern. Die FBI-Untersuchung ist nicht mehr als ein Winkelzug. In fünf Tagen sind so lang zurückliegende Vorfälle kaum aufzuklären. Wahrscheinlicher ist, dass Kavanaugh in einer Woche bestätigt wird. Mit seiner Berufung erreicht die Polarisierung der Gesellschaft das Oberste Gericht. Die demokratischen Institutionen würden Trump überstehen, haben viele  gehofft. Sicher ist das nicht mehr.

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