Regionalkonferenzen

1:1 für die SPD zur Halbzeit

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Die Sozialdemokraten mobilisiert mit ihren Treffen die eigenen Anhänger, doch nach außen verpufft die Energie.

Es sei echter TSG, spotteten manche vor Beginn der Regionalkonferenzen der SPD. Zur Halbzeit zeigt sich, dass der ehemalige hessische Parteivorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel ein gutes Gespür für den Zeitgeist bewiesen hat. Beispiel Nordhessen: Ursprünglich sollte die Konferenz in Bad Hersfeld stattfinden, sie musste aus Platzgründen nach Baunatal verlegt werden. So ist es bundesweit: Das Interesse an den Kandidaten ist größer als erwartet, die Mitglieder schätzen es, sich einen eigenen Eindruck machen zu können. Politik ist viel zu oft entfernt von den Menschen, hier rückt sie ein Stück näher.

Festgelegte Paarungen schon zu Beginn waren ein Wagnis. Während etwa bei Nina Scheer und Karl Lauterbach deutlich ist, dass sie sich neben der Bühne wenig zu sagen haben, glänzen Christina Kampmann und Michael Roth als eingespieltes Duo. Bei anderen würde man sich wünschen, dass noch ein Partnertausch nach der Wahl für neue Paarungen möglich wäre.

Fazit zur Halbzeitpause: Innerhalb der Partei mobilisiert die SPD deutlich. Ansonsten verpufft die Energie: Am Ende wählen alle Mitglieder auch ohne eigenen Eindruck. Und außerhalb der Partei ist keinem Wähler deutlicher als vorher, wer denn nun an der Spitze der SPD Profil entwickeln kann.

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