Große Koalition

Groko: Die Erfolge der Mutlosen

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Warum sind so viele mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden, wenn diese so viel erreicht hat? Der Kommentar.

Für alle, die es noch nicht wussten: Unsere Bundesregierung hat bisher echt gute Arbeit geleistet. Das hat sie jetzt selbst festgestellt, dann muss es auch stimmen. Aber im Ernst: Tatsächlich wurde einiges geschafft in Bereichen wie Familie, Arbeit und Soziales. Aber warum sind dann so viele Menschen unzufrieden, wie die Wahlergebnisse der Koalitionsparteien zeigen? Ganz einfach: Es ist viel zu wenig.

Was fehlt, ist eine Idee von der Zukunft des Landes. Weder beim Klimawandel noch am Wohnungsmarkt, um nur zwei Beispiele zu nennen, werden wir mit mutlos in Pakete gestopften Minimallösungen weiterkommen.

Offensichtlich leben große Teile der Gesellschaft – keineswegs nur die nach rechts abdriftenden – einerseits in Zufriedenheit mit ihrem Wohlstand, aber andererseits in dem Gefühl, es müsse sich viel mehr ändern, damit möglichst vieles so bleiben kann, wie es ist. Die Regierung aber tut, als sei unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem eine gut geölte Maschine, die nur mal ein bisschen Wartung braucht. Dabei geht es darum, Wirtschaft und Gesellschaft mit ganz neuen Antriebskräften zu versehen.

Es sieht so aus, als hätte die Gesellschaft das schon besser verstanden als die Politik. Deshalb wirkt die Bilanz der großen Koalition so seltsam klein.  

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