Autobranche

Größe allein reicht nicht

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Die Konkurrenz kann die geplante Fusion von Fiat Chrysler mit PSA gelassen beobachten, weil das neue Unternehmen nicht innovativ ist. Der Kommentar.

Fiat Chrysler ist ehrlich: Seit Jahren macht der Autokonzern keinen Hehl daraus, dass er einen Partner zum Überleben braucht. Zu dünn ist die Finanzdecke nach vielen Krisen, zu mager das Know-how in Zukunftstechnologien, zu schwach die Position auf wichtigen Märkten. Nun ist man bei PSA gelandet.

Das Geschäft folgt der alten Branchenlogik: Fiat Chrysler ist stark in den USA, PSA in Europa. Zusammen würden sie einige Lücken schließen und auf Stückzahlen kommen, die die Kosten senken. Es bliebe die gemeinsame Schwäche in China und das Überangebot an Mittelklassemarken: Peugeot, Citroen, Opel und Fiat – das wird eng, vor allem für Opel. Die nötigen Einschnitte bei Fiat wird man wohl aus politischen Gründen nicht wagen.

Doch die neue Logik fordert Innovation: Digitalisierung, Vernetzung und Elektroantrieb. In der Allianz von Ford und VW steuern die Amerikaner Know-how im autonomen Fahren und die Deutschen die Elektroplattform bei. FCA und PSA dagegen hinken auf den Zukunftsfeldern hinterher. Im Fusionsprozess werden aber erst einmal andere Themen auf der Agenda stehen.

Deshalb werden VW, Toyota und GM das Wachsen des Konkurrenten gelassen beobachten. Sie kümmern sich schon um die neue Autowelt.  

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