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Greta Thunberg ist die Überbringerin schlechter Klimanachrichten - das ist aber noch lange kein Grund, sie anzugreifen.

Klimawandel

Greta Thunberg: Das perfekte Druckventil für abstruse Vorwürfe

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Die Debatte über den CO2-Verbrauch der Umweltaktivistin darf nicht vom Klimaschutz ablenken. Ein Kommentar.

Unglaublich: Greta Thunberg hat wieder CO2 ausgestoßen! Die Skipperin, die die junge Schwedin im Segelboot von Amerika zurück nach Europa brachte, ist vorher über den Atlantik geflogen. Das zeigt zwar nur, dass klimaneutrales Reisen immer noch illusorisch ist. Aber es wird immer wieder skandalisiert. Warum?

Der Klimawandel wird unser Leben verändern

Was jetzt auf der Madrider Klimakonferenz wieder zu hören ist, steckt niemand einfach so weg: Der Klimawandel wird unser Leben verändern, und das nicht zum Besseren. Und es müsste viel mehr geschehen, als politisch derzeit durchsetzbar ist, um wenigstens die schlimmsten Folgen noch zu mildern.

Greta Thunberg: Die Vorwürfe gegen sie sind abstrus

Da ist es nachvollziehbar, wenn der Wunsch nach Entlastung aufkeimt. Was, wenn Greta Thunberg übertreibt? Was, wenn sie als scheinheilig entlarvt werden könnte? Die Vorwürfe gegen sie sind abstrus. Aber sie scheinen als Ventil zu funktionieren, durch das Druck abgelassen werden kann, ohne sich dem schwierigen Thema stellen zu müssen.

Wenn ein Otto Normalmensch nicht anders kann oder will, ist das ein Fehler, mag aber noch verständlich sein. Aber wenn Kabarettisten, Journalisten oder Politiker die Überbringerin der schlechten Nachricht angreifen, weil ihnen die Nachricht nicht passt, dann ist es nur eins: unverantwortlich.

Von Stephan Hebel

Greta Thunberg: Engagement für das Klima trotz Attacken von allen Seiten

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Auf der UN-Klimakonferenz wird auch über einen CO2-Handel diskutiert. Der Umweltökonom Reimund Schwarze erklärt die Tücken eines globalen Emissionssystems und sagt: „Der CO2-Handel zwischen Staaten braucht Kontrolle“.

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