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Ein internationaler Mega-Event, wie der im November 2019 in Madrid, ist im Moment kaum vorstellbar.

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Ein „Green Deal“ nach Corona

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Der für November in Glasgow geplante UN-Klimagipfel ist abgesagt. Eine neuer Termin schon im Frühjahr 2021 birgt auch eine Chance: Der Wiederaufbau nach der Krise könnte als „Green Deal“ angelegt werden. Der Kommentar.

Wenn das mal kein böses Omen ist. Das Coronavirus legt auch die internationale Klimadiplomatie lahm. Der für den Herbst geplante UN-Gipfel in Glasgow wird auf irgendwann nächstes Jahr verschoben. Klingt ja wie: Der Klimaschutz kann warten.

Einerseits ist die Entscheidung leicht nachzuvollziehen. Wer weiß, ob die Pandemie bis dahin wirklich weltweit unter Kontrolle ist. Ein internationaler Mega-Event mit 20 000 Teilnehmern könnte im Wortsinne tödlich sein. Zudem hapert es bei der Vorbereitung, und sie wird in vielen Ländern gerade im Süden noch schwieriger werden, wenn das Virus dort erst seine wahre verheerende Wirkung zeigt.

Andererseits kann die Verschiebung fatale Folgen haben. Dann nämlich, wenn Regierungen sie als bequeme Ausrede nutzen, um auch ihre Verpflichtung zum Nachschärfen ihrer CO2-Reduktionsziele mit Blick auf das 1,5- bis Zwei-Grad-Erwärmungslimit wegzudrücken. Im Paris-Vertrag ist festgelegt, dass die neuen Ziele in diesem Jahr eingereicht werden müssen. Daran darf nicht gerüttelt werden. Verschieben ist angesichts der Dringlichkeit des Problems, die durch Corona nicht kleiner geworden ist, keine Option.

Ein neuer Gipfeltermin im nächsten Frühjahr wäre gut, weil dann der Corona-Lag nicht zu groß würde und das den Druck auf die Regierungen erhöht, den Wiederaufbau mit Blick auf Glasgow als „Green Deal“ anzulegen. Dann wäre sogar noch etwas gewonnen.

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