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Die „Gorch Fock“ im Jahr 2008.

Segelschulschiff

Sanierung der Gorch Fock entwickelt sich zum Wirtschaftskrimi

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Ob die Gorch Fock weiter saniert oder abgewrackt wird, muss sich an der Wirtschaftlichkeit orientieren. Ein Kommentar.

Die Geschichte des Segelschulschiffs Gorch Fock ist um ein weiteres schillerndes Kapitel reicher. Jetzt ist noch ein Wirtschaftskrimi dazugekommen, den sich ein Drehbuchautor kaum holzschnittartiger ausdenken könnte.

Die Werft, die verantwortlich ist für die Instandsetzung, ist in so schweren finanziellen Nöten, dass nun Insolvenz beantragt wird. Aber das Durcheinander bei der Werft ändert nichts daran: Ob die Gorch Fock weiter saniert oder abgewrackt wird, muss sich an der Wirtschaftlichkeit orientieren. Ein bisschen Matrosensehnsucht darf mit eingerechnet werden, bestimmen sollte sie eine Entscheidung nicht.

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Es geht immer noch um viele Millionen. Und die Frage, warum die Bundeswehr und das Verteidigungsministerium nicht auf die massiven Kostensteigerungen bei der Sanierung reagierten, ist nicht geklärt. Schlamperei oder systematische Schummelei stehen zur Auswahl.

Das ist der politische Krimi, den das Verteidigungsministerium klären muss – und zwar ganz unabhängig von der Zukunft der Gorch Fock. 

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