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Homöopathische Globuli.

Kommentar

Für Globuli selbst zahlen

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Die Kassen sollten für Homöopathie auch hierzulande kein Geld mehr ausgeben und die Mittel anders verwenden. Ein Kommentar.

Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass Homöopathie jenseits eines Placebo-Effekts wirkt. Wer sich hingegen mit Augenproblemen plagt und eine Brille auf die Nase setzt, merkt sofort, wie wirksam das ist. Wieso zahlen viele Krankenkassen also Globuli, aber in der Regel keinen Cent für eine Brille? In Frankreich erstatten die Krankenkassen von 2021 an die Kosten für Homöopathie nicht mehr. In Großbritannien ist es schon heute so. Ein solcher Schritt ist auch hierzulande überfällig.

Die Homöopathie ist vor allem so beliebt, weil sie eine „sanfte“ Heilung verspricht im Gegensatz zur Pharma-Industrie mit ihren Chemiehämmern. Ignoriert wird dabei, dass es die Schul-Medizin ist, die seit Jahrzehnten die Lebenserwartung der Menschen immer weiter steigen lässt.

Es kann nicht sein, dass Kassenpatienten über ihre Beiträge gezwungen sind, für Arzneimittel zu zahlen, die nicht wirksam sind. Damit hat die Homöopathie eine nicht zu rechtfertigende Sonderstellung. Andere Präparate werden ständig auf ihre Wirksamkeit geprüft und fliegen im Zweifel aus den Leistungskatalogen der Kassen. Das Geld der Versicherten für die Homöopathie wäre anderswo sinnvoller angelegt: Wer Globuli schlucken will soll das gerne weiter tun – aber dann selbst dafür bezahlen.

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