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Wer kann aus dem Stand heraus einen Terrorangriff nennen, bei dem es eine Frau war, die Menschen mit dem Maschinengewehr niedergemäht hat?

„Gefährder“ in Deutschland

Gewalt ist männlich

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Es überrascht nicht, dass die „Gefährder“ in diesem Land fast durch die Bank weg männlich sind. Erlernte Rollen, belastete Elternhäuser – es gibt viele Erklärungen dafür, dass Männer gewalttätig werden. Ein Kommentar. 

Mehr als 80 Prozent aller Gewalttaten werden von Männern verübt. Deshalb überrascht es nicht, dass die „Gefährder“ in diesem Land fast durch die Bank weg männlich sind – ganz unabhängig davon, mit welcher Ideologie sie ihre Taten unterfüttern.

Wer kann aus dem Stand heraus einen Terrorangriff nennen, bei dem es eine Frau war, die Menschen mit dem Maschinengewehr niedergemäht hat? Mit einem Laster in eine Menschengruppe gerast ist? Die Täter sind fast immer Männer, auch wenn Frauen als Unterstützerinnen eine Rolle spielen mögen.

Wenn Experten dies mit dem patriarchalischen Weltbild von Islamisten oder Rechtsextremen erklären, greift das zu kurz. Männliche Gewalt ist tief in der Gesellschaft verankert. Das zeigt sich leider auch täglich in Meldungen von getöteten Frauen, die der so genannten häuslichen Gewalt zum Opfer fallen. Erlernte Rollen, belastete Elternhäuser – es gibt viele Erklärungen dafür, dass Männer gewalttätig werden. Und es gibt Programme, die sie aus diesen Verhaltensmustern rausholen können. Hier muss mehr investiert werden.

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