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Alexander Gauland und Alice Weidel.

Medien

Das Geschäftsmodell der AfD

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Der Vorwurf, ARD und ZDF hätten den Populisten zu ihrem Erfolg verholfen, ist zu eindimensional. Ein Kommentar.

Der Grund für den AfD-Erfolg war am Wahlabend schnell ausgemacht: Politiker mehrerer Parteien zeigten mit dem Finger auf die Medien, die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender insbesondere. Zu viele AfD-Politiker hätten in den Talkshows gesessen, und im TV-Duell zwischen Kanzlerin und SPD-Herausforderer sei zu lange über die Flüchtlingspolitik debattiert worden. Die Vorwürfe bespricht nun auch der ZDF-Fernsehrat.

Das Geschäftsmodell der AfD, das aus Zuspitzung, Verkürzung und Grenzüberschreitung besteht, trifft sich gut mit den Reflexen der Medien, für die die Abweichung von der Norm das Interessante ist. Die sozialen Netzwerke, in denen die Schlagzeile und die schnelle Empörung regieren, verstärken die Effekte.

Darüber kann man diskutieren. Die Politiker, die im Fernsehrat sitzen, sollten aber nicht vergessen, dass auch ihre Parteien ihren Anteil hatten. Das Duell über die Flüchtlingspolitik etwa haben Angela Merkel und Horst Seehofer monatelang geführt. Die 40 Minuten mit Martin Schulz im Fernsehen waren dagegen ein Klacks.

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