Post

Gelungene Operation

  • schließen

Die Privatisierung der Deutschen Post ist so gut gelungen, dass der Staat nun seine Anteile verkaufen und Privilegien abschaffen kann. Der Kommentar.

Vor 24 Jahren haben mutige Politiker die Deutsche Post privatisiert, um einen der größten Behördenapparate der westlichen Welt in einen profitablen „Global Player“ zu verwandeln. Heute lässt sich feststellen: Die industriepolitische Großoperation ist gelungen. Die Deutsche Post DHL Group ist als einer der weltweit größten Logistikkonzerne beinahe überall aktiv. Möglich wurde das auch durch eine diskrete Unterstützung durch den Staat.

Nun hat der Vorstand seinen Fünfjahresplan vorgelegt und dabei steigende Gewinne eingeplant. Die Prognosen sind solide, sofern keine Weltwirtschaftskrise kommt und sofern der Vorstand den eingeschlagenen Weg der Digitalisierung konsequent geht.

Die Post kann auf eigenen Beinen stehen. Es ist höchste Zeit, dass der Staat seinen Anteil verkauft. Auch Privilegien für die Post können abgeschafft werden. Wie die Befreiung von der Mehrwertsteuer im Brief- und Paketgeschäft. Dies hemmt den Wettbewerb, bremst die Rivalen der Post.

Zugleich muss definiert werden, wie eine Grundversorgung mit Postdiensten aussieht. Brauchen wir trotz E-Mail und Smartphones noch die Zustellung von Briefen an sechs Tagen in der Woche und Briefkästen, in die kaum noch Briefe eingeworfen werden? Wir brauchen vor allem eins: mutige Politiker.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare