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Fachkräfte

Gelobt sei der Mangel

  • Daniel Baumann
    VonDaniel Baumann
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Dass Fachkräfte fehlen, wird meistens als Problem angesehen. Aber darin stecken auch Chancen - für Unternehmen wie für Arbeitnehmer. Der Kommentar.

Die Unternehmer klagen über fehlende Fachkräfte. Das ist verständlich. Schließlich müssen sie deshalb Abstriche bei der Personalsuche machen, Aufträge sausen lassen, Projekte zurückstellen oder im allerschlimmsten Fall sogar den Betrieb einstellen. Aus ihrer Perspektive kann die Fachkräftereserve deshalb gar nicht groß genug sein.

Doch der Mangel hat ein unverdient negatives Image. Genauso gut, wie ihn zu beklagen, kann man ihm huldigen. Denn erstens bedeutet er, dass die Fachkräfte in Arbeit, ergo nicht arbeitslos sind, und das ist ja erfreulich. Zweitens zwingt der Mangel die Firmen dazu, in die Qualifizierung all ihrer Mitarbeiter zu investieren und mit ihren Fachkräften anständig umzugehen, ihnen ordentliche Löhne zu bezahlen und die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Außerdem wird in moderne Maschinen und Automatisierung investiert.

Das alles können wiederum nur Firmen tun, deren Produkte vom Kunden geschätzt und gut bezahlt werden. Geschäftsmodelle, die auf Dumpinglöhnen beruhen, geraten in Schwierigkeiten und sind es auch nicht wert, zu überleben. So provoziert der Mangel die Modernisierung einer ganzen Volkswirtschaft mit dem Ergebnis, dass Bruttoinlandsprodukt und Volkseinkommen steigen – und der Sozialstaat eine Zukunft hat. 

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