Metall-Tarifrunde

Gelegenheit für Vernunft

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Der Verzicht der Gewerkschaft auf eine Tarifforderung ermöglicht es Jobs durch eine mögliche Qualifizierungsoffensive zu sichern.

Was sich gerade in der Metall- und Elektroindustrie abspielt, lässt aufmerken. Die Gewerkschaft verzichtet nicht nur auf Muskelspielereien, sondern – zunächst – auch auf eine Tarifforderung. Am Ende wäre annähernder Inflationsausgleich für sie wohl schon ein Erfolg. Die Arbeitgeber hingegen sehen keine Chance, Beschäftigungssicherung im ganzen Land zu versprechen. Aber sie zeigen sich konstruktiv, was die Gespräche auf betrieblicher Ebene angeht. Immerhin!

Die IG Metall hat die Zeichen der Zeit erkannt. Sie ermöglicht die notwendige Atempause: Zeit, um innezuhalten, die regional sehr unterschiedliche Entwicklung sorgsam zu analysieren. Zeit zum Sondieren und Prüfen.

Das ist die richtige Antwort auf eine Krise, die nicht nur konjunkturelle, sondern auch strukturelle Gründe hat. Der Wandel in der Industrie erfordert nicht nur andere Produkte und Produktionsweisen, sondern auch andere Profile in der Arbeitnehmerschaft. In dieser Tarifrunde öffnet sich ein Fenster der Gelegenheit, die Sicherung von Jobs mit einer überfälligen Qualifizierungsoffensive zu verbinden. 

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