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AKK hätte mitbekommen können, dass die größten Schwierigkeiten der Truppe woanders liegen.

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Geld ist genug da

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Annegret Kramp-Karrenbauers Forderung nach einer Erhöhung der Rüstungsausgaben freuen wohl vor allem Donald Trump und die Rüstungsindustrie. Ein Kommentar.

Die erste Duftmarke, die Annegret Kramp-Karrenbauer als neue Verteidigungsministerin setzt, ist die Forderung nach einer Erhöhung der Rüstungsausgaben. Beliebt macht sie sich damit wohl beim US-Präsidenten und in der Industrie. In der Bevölkerung vermutlich eher weniger.

Aber es geht nicht um einen Beliebtheitswettbewerb, sondern um Notwendigkeiten: Zweifellos ist es politisch geboten, die Bundeswehr gut auszurüsten. Doch dafür reicht die heutige Finanzierung eigentlich aus. Eigentlich. Denn in der Realität haben sich beispielsweise die Anschaffungskosten für den Schützenpanzer „Puma“ gerade von drei auf sechs Milliarden Euro verdoppelt.

Solange solche Absurditäten möglich sind, verbietet es sich, zusätzliche Milliarden vom Steuerzahler zu fordern. Sie hätte mitbekommen können, dass die größten Schwierigkeiten der Truppe woanders liegen, beispielsweise in der Nachwuchs-Rekrutierung. Herausforderungen jedenfalls, die sicher nicht zuerst nach frischen Milliarden rufen. „AKK“ sollte schnell trittsicherer werden – sonst rückt das Kanzleramt für sie in weite Ferne. 

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