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Gegen die Diktatur

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Demonstranten nehmen an einer Kundgebung teil, bei der die Verfolgung des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi während der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York gefordert wird.
Demonstranten nehmen an einer Kundgebung teil, bei der die Verfolgung des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi während der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York gefordert wird.     © Ed Jones/afp

Die Proteste im Iran zeigen, dass immer mehr Menschen die Diktatur ablehnen. Iranische Oppositionelle in Berlin kritisieren, dass die Bundesregierung bislang zu den Vorgängen schweigt. Der Kommentar.

Das Regime im Iran zeigt sich gerade wieder von seiner schlimmsten Seite, indem es Kleidervorschriften für Frauen mit Hilfe einer Sittenpolizei durchsetzen lässt und dabei offensichtlich nicht vor Gewalt zurückschreckt. Wegen ihrer „unislamischen Kleidung“ ist die 22-jährige Mahsa Amini vor einer Woche verhaftet worden und dann auf bislang ungeklärte Weise ums Leben gekommen.

Die Polizei dementiert jegliche Gewaltanwendung, aber im Internet kursiert die Version, die Frau sei nach der Verhaftung auf den Kopf geschlagen worden. Inzwischen sind in den vergangenen Tagen Tausende im Iran auf die Straße gegangen und haben Aufklärung vom Regime gefordert. Die erzkonservative Regierung unter Präsident Ebrahim Raisi kommt in Erklärungsnot und reagiert mit Gewalt gegen Demonstrierende.

Die Proteste zeigen, dass immer mehr Menschen die Diktatur ablehnen. Iranische Oppositionelle in Berlin kritisieren, dass die Bundesregierung bislang zu den Vorgängen in ihrem Land schweigt. Es bleibt zu hoffen, dass nicht die riesigen Gasvorkommen im Iran der Grund für Berlins Sprachlosigkeit sind.

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