1. Startseite
  2. Meinung

Gegen den Tarifdschungel

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Johanna Apel

Kommentare

Es brodelt bei der Lufthansa und ihren Flugbetrieben. Das liegt auch an der komplexen Tarifstruktur. E
Es brodelt bei der Lufthansa und ihren Flugbetrieben. Das liegt auch an der komplexen Tarifstruktur. © Sascha Thelen/dpa

Will das Management der Lufthansa Streiks von Pilotinnen und Piloten wie bei der Tochter Eurowings vermeiden, muss die unterschiedliche Bezahlung in den Konzernteilen begradigt werden. Der Kommentar.

Jetzt streiken die Pilot:innen der Lufthansa-Tochter Eurowings erneut. Der Zeitpunkt ist kein Zufall, immer mehr Bundesländer haben Herbstferien. Dass erneut Passagiere auf ihren gepackten Koffern sitzen bleiben, ist bitter – und ihr Ärger verständlich. Wenn Fliegen zur Glückssache wird, büßt das Vertrauen ein. Das sollten auch die Eurowings-Pilot:innen bedenken, deren letzter Streik keine zwei Wochen her ist.

Es brodelt bei der Lufthansa und ihren Flugbetrieben. Das liegt auch an der komplexen Tarifstruktur. Eurowings, Eurowings Discover, Cityline: Immer mehr Tochter-Airlines werden gegründet, auf die der Mutterkonzern zu günstigeren Kosten ausweichen kann. Übernehmen die etwa die Zubringerflüge und bekommen mehr Anteile am Flugplan, wird das nicht nur für Passagiere unübersichtlicher, sondern führt bei den Pilot:innen zu Unmut.

Zwar ist klar, dass die Lufthansa Wege finden muss, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Management muss sich dringend Gedanken machen, wie dieser grundsätzliche Konflikt behoben werden kann. Sonst gilt: Nach dem Streik ist vor dem Streik.

Auch interessant

Kommentare