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Die Kanzlerin weiß, dass der freundliche Gedanke an den Islam nicht in allen Teilen ihrer Partei populär ist.
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Die Kanzlerin weiß, dass der freundliche Gedanke an den Islam nicht in allen Teilen ihrer Partei populär ist.

Kommentar

Gefährlicher Balanceakt

  • Stephan Hebel
    VonStephan Hebel
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Angela Merkel laviert zwischen liberalen, toleranten Worten und Zugeständnissen an Abwehrreflexe. Hinter den neuen Tönen steckt wohl doch nur die altbekannte Kanzlerin, die Meisterin des Widerspruchs zwischen Modernisierungsrhetorik und Modernisierungsverweigerung.

Angela Merkels Weg in dieses Jahr ist geradezu gepflastert mit freundlichen Worten über Zuwanderer, speziell solche islamischen Glaubens. Erst war Zuwanderung „ein Gewinn für uns alle“ (Neujahrsansprache), dann gehörte der Islam zu Deutschland (nach Paris), und jetzt „verbietet sich jede Ausgrenzung (...), jeder Generalverdacht“.

Schön, dass die Kanzlerin Dinge ausspricht, die eigentlich zu selbstverständlich sein sollten, um gesagt werden zu müssen. Bevor wir aber in grenzenlose Begeisterung verfallen, sollten wir genauer hinhören. Dann erweist sich, dass Merkel den gefährlichen Weg geht, zwischen liberalen, toleranten Worten und Zugeständnissen an Abwehrreflexe zu lavieren.

Die Bemerkung, der Islam gehöre zu Deutschland, relativierte die Kanzlerin an diesem Donnerstag durch die Hintertür, indem sie einen Islam aufscheinen ließ, der wohl doch nicht dazugehört: „Die Menschen fragen mich, welcher Islam gemeint ist.“ Und als einzig konkrete Idee gegen den Terror hatte sie die untaugliche Symbolhandlung „Vorratsdatenspeicherung“ zur Hand.

Bis zum Beweis des Gegenteils steckt hinter den neuen Tönen die altbekannte Kanzlerin, die Meisterin des Widerspruchs zwischen Modernisierungsrhetorik und Modernisierungsverweigerung.

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