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Planlos: Donald Trump.

USA und Iran

Gefährliche Planlosigkeit im Atomstreit

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Der Iran lehnt Gespräche mit den USA ab und verschärft damit den Konflikt mit US-Präsident Trump. Der Kommentar.

Unsere Antwort wird immer Nein sein“, erklärte der iranische Präsident Hassan Ruhani und schloss bilaterale Gespräche mit den USA aus. Das ist eine klare Abfuhr für den stets an einer Selbstinszenierung interessierten US-Präsidenten Donald Trump.

Was den vergleichsweise moderaten Mullah vor dem iranischen Parlament zu der Zurückweisung veranlasst hat, kann man von außen kaum ergründen. Offensichtlich will Teheran den Druck auf die Europäer erhöhen, die das von Trump aufgekündigte Atom-Abkommen erhalten möchten. Gerade verhandelt eine iranische Delegation in Paris über ein Rettungspaket, das dem unter US-Sanktionen ächzenden Land wieder Zugang zu harter Währung verschaffen würde. Da wären vorzeitige Entspannungssignale in Richtung Washington taktisch wahrscheinlich eher unklug.

Unstrittig ist: Die Eskalation in dem Atomstreit ist brandgefährlich. Und Trump sitzt in diesem Konflikt nicht am längeren Hebel. Und Trump hat keinen Plan: Mal kokettiert er mit seiner Gesprächsbereitschaft, mal lästert er herablassend über die Explosion in einer iranischen Satellitenabschussrampe, mal droht er wild, ohne in einen Krieg verwickelt werden zu wollen. Das macht es den Radikalen in Teheran leicht, jede mögliche Entspannung zu torpedieren.  

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