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Gefährliche Kandidatur

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Von: Markus Decker

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Leute wie der ehemalige Chef des Verfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen haben das Zeug, die CDU von innen her zu vergiften.
Leute wie der ehemalige Chef des Verfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen haben das Zeug, die CDU von innen her zu vergiften. © Kay Nietfeld/dpa

Der Rechtsausleger Hans-Georg Maaßen würde für die CDU im Bundestag eine Tür öffnen, durch die weitere Radikale seines Schlages gehen könnten. Der Kommentar.

Hans-Georg Maaßen ist nicht der erste Rechtsausleger, den es von West nach Ost zieht. Nein, Maaßen ist nicht rechtsextrem wie Björn Höcke. Er ist kein Neonazi wie Holger Apfel. Aber der 58-Jährige steht weit außerhalb dessen, was die CDU seit 1949 verkörpert.

Die CDU hat ein echtes Problem. Sie ist in Teilen konservativ. Aber sie ist nicht rechts. Manche an der ostdeutschen Parteibasis würden das gern ändern. Und sie erfahren weder in Sachsen noch in Sachsen-Anhalt oder Thüringen von oben den Widerstand, den sie verdienen.

Das ist gerade im Fall Maaßen gefährlich. Er würde im Bundestag eine Tür öffnen, durch die weitere Radikale seines Schlages gehen könnten. Würde Maaßen im Parlament sitzen, wäre es zu spät. Das gilt erst recht, wenn die CDU in der Opposition landen sollte. Ohne die disziplinierende Wirkung einer Regierungsbeteiligung würden dort Richtungskämpfe ausbrechen.

Thüringens CDU-Chef Christian Hirte wirkt nicht so, als sei er entschlossen, die Maaßen-Kür zu verhindern. Der neue CDU-Bundesvorsitzende Armin Laschet dürfte ein Machtwort scheuen. Leute wie Maaßen jedenfalls haben das Zeug, die CDU von innen her zu vergiften. Man sollte der Partei und dem Land wünschen, dass es nicht so weit kommt.

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