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Frauke Petry hat innerhalb und außerhalb ihrer Partei ein Problem.

Frauke Petry

Die geduldete AfD-Vorsitzende

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Die möglichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Frauke Petry sind eigentlich ein Randproblem. Aber schlimmer geht natürlich immer. Ein Kommentar.

Schlimmer geht immer, auch für Frauke Petry, die AfD-Vorsitzende. Erst wurde ihrem Traum von der Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl die Luft abgelassen. Dann der Dauerkrach um die Ausrichtung der Partei, dann der Daueraufstand in der sächsischen Heimat gegen sie. Dort würden Parteifreunde sie am liebsten rauswerfen.

Und nun auch noch mögliche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft, weil sie vor einem Landtagsausschuss nicht die Wahrheit gesagt haben soll. Packt man das drohende Verfahren auf Petrys großen Haufen aus Krach, Intrigen, Ärger, Zerwürfnissen und überstandenen Demontageversuchen ein, dann sind die Ermittlungen eher Problem 27e.

Entscheidend für ihr politisches Überleben ist der ungeklärte Richtungsstreit. Er ist ihr Problem Nummer 1. Petry will keine Leute wie Björn Höcke. Petry will nichts mit ehemaligen Dealern und Einbrechern zu tun haben, deshalb Abstand zu Pegida. Sie will keine völkischen Fremdenhasser in der AfD. Mit ihrer Haltung ist die Bundesvorsitzende aber längst Minderheit. Nicht nur Sachsens AfD-Mitglieder folgen ihr nicht mehr und jubeln Höcke zu. Es gibt offenen Widerstand. Petry ist nur noch geduldet in der AfD, Vorsitzende und zugleich Randfigur, ein schlechter Witz.

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