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Bundespräsident Joachim Gauck im Dezember 2012 bei einer Einweisung in einer Instandsetzungseinheit der Bundeswehr im Camp Marmal in Mazar-i-Sharif in Afghanistan.
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Bundespräsident Joachim Gauck im Dezember 2012 bei einer Einweisung in einer Instandsetzungseinheit der Bundeswehr im Camp Marmal in Mazar-i-Sharif in Afghanistan.

Bundespräsident

Gaucks falsche Logik

  • Karin Dalka
    VonKarin Dalka
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Bundespräsident Joachim Gauck fordert ein stärkeres militärisches Engagement der Bundesrepublik. Doch gerade der Blick in den Irak lehrt: Eine militärische „Lösung“ ist leider allzu oft das Gegenteil einer Lösung. Größere Verantwortung lässt sich auch anders übernehmen. Ein Kommentar.

Präsident Joachim Gauck sagt kluge Dinge, aber auch kluge Menschen denken bisweilen in Schablonen. Eine lautet: Das gewachsene politische Gewicht der Bundesrepublik sollte zu einem stärkeren militärischen Engagement führen. Oder um es mit Gauck zu sagen: „Unser Land sollte eine Zurückhaltung, die in vergangenen Jahrzehnten geboten war, vielleicht ablegen zugunsten einer größeren Wahrnehmung von Verantwortung.“

Ganz sicher ist sich Gauck offenbar nicht, das zeigt das Wort „vielleicht“. Auch die Logik, die hinter dem Ruf nach mehr Militäreinsätzen steckt, ist in dieser Abstraktion keineswegs zwingend. Diese Einsicht hat kürzlich US-Präsident Barack Obama auf den Punkt gebracht. Er hat aus dem „dummen Irak-Krieg“ seine Schlüsse gezogen und verordnet der Weltmacht nun eine größere militärische Zurückhaltung. Gerade der Blick in den Irak lehrt: Eine militärische „Lösung“ ist leider allzu oft das Gegenteil einer Lösung.

Größere Verantwortung lässt sich auch anders übernehmen. So könnte sich Deutschland als Dorado der Friedensforschung profilieren, als Standort von Think Tanks, die andere als militärische Strategien entwickeln und damit Gehör finden. Wann es tatsächlich erforderlich ist, als Ultima ratio zur Waffe zu greifen, kann nur beurteilen, wer kreativ und in Alternativen denkt. Ohne Schablonen.

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