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Cyberangriffe auf Infrastruktur können die Grundversorgung in lebensnotwendigen Bereichen bedrohen.
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Cyberangriffe auf Infrastruktur können die Grundversorgung in lebensnotwendigen Bereichen bedrohen.

Gastbeitrag

Mehr Sicherheit im Netz

Die Corona-Krise zeigt, wie wichtig eine stärkere transatlantische Zusammenarbeit in der Onlinesicherheit ist.

Fast zwei Jahre nach Ausbruch der Pandemie zählen viele die wachsenden Kosten von immer mehr Cyberangriffen auf beiden Seiten des Atlantiks. Cybersicherheit steht ganz oben auf der Tagesordnung von Unternehmen, Institutionen und Regierungen. Ein Gipfeltreffen am 18. November bringt bedeutende Experten auf dem Gebiet der Cybersicherheit zusammen, um zu diskutieren, wie Unternehmen und Regierungen den Cyberspace für alle schützen können.

In der Vergangenheit waren Cyberangriffe selten und sorgten für Schlagzeilen. Heute sind sie alltäglich – eine Cyberattacke alle 39 Sekunden. Die damit verbundenen Verluste sind erschütternd. Die jährlich durch Cyberkriminalität verursachten Kosten für die Weltwirtschaft, werden für das Jahr 2020 auf 5,5 Milliarden Euro geschätzt.

Cyberangriffe auf Infrastruktur bedrohen den Unternehmensfortbestand und die Grundversorgung in Bereichen wie Verkehr, Wasser- oder Lebensmittelversorgung. Finanzbetrug ist zwar ein großes Problem, aber Cyberangriffe schaden aus politischen und ideologischen Gründen Demokratien.

Multinationale Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks müssen ihre Sicherheitsprotokolle stärker priorisieren, besonders in Schlüsselsektoren, die regelmäßig ins Visier von Cyber-Kriminellen geraten. Das internationale Gipfeltreffen von Ibec Global, Cybersecurity – the transatlantic reboot am 18. November, kommt gerade rechtzeitig.

Der Gipfel bringt weltweit führende Experten für Cybersicherheit zusammen, um zu diskutieren, wie man Cyberkriminelle wirksam bekämpfen und das Internet schützen kann. Mitdiksutieren werden der stellvertretende Nato-Generalsekretär Mircea Geoana; der Interpol-Direktor für Cyberkriminalität Craig Jones; Despina Spanou, Kabinettschefin des Vizepräsidenten der Europäischen Kommission; Paul de Souza, Präsident der Cyber Security Forum Initiative; Sami Khoury, Leiter des kanadischen Zentrums für Cybersicherheit; irischer Minister Ossian Smyth TD und der Europaparlamentarier Cristian Silviu Busoi nebst anderen Vordenkern im Bereich Cybersicherheit.

Zur Autorin

Jackie King ist Geschäftsführerin von Ibec Global, der internationalen Abteilung von von Irlands größtem Unternehmensverband (Ibec).

Eines der Hauptthemen des Gipfeltreffens ist die Frage, wie die Covid-19-Pandemie die perfekte Chance für Cyberkriminalität darstellt. Diese Krise zeigte der Welt das wahre Potenzial von Konnektivität.

Digitale Services und virtuelle Vernetzung haben unser Leben verändert und ermöglichten Kontinuität im globalen Lockdown. Doch der schnelle Wandel brachte auch Chancen, die Kriminelle nutzten. Unternehmen und Privatpersonen waren im Homeoffice Cyberschwachstellen ausgesetzt. Da die Systeme weder sicher noch widerstandsfähig waren, kam es zu erheblichem Missbrauch: Schätzungen zufolge stiegen Ransomware-Angriffe im März 2020 um 148 Prozent.

Eine Fallstudie, die der Gipfel untersucht, ist der Ransomware-Angriff auf das irische Gesundheitswesen Anfang 2021, der das gesamte Krankenhausnetz wochenlang. lahmlegte. Der Angriff wurde von Kriminellen mit Sitz im russischen St. Petersburg durchgeführt und hinderte Ärztinnen und Ärzte bei der Bekämpfung der Pandemie. Die Kosten des Angriffs schätzen Fachleugte wie Fran Thomson von der irischen Gesundheitsbehörde auf etwa 100 Millionen Euro. Die jüngsten Lieferengpässe haben die Schwachstellen der Weltwirtschaft offenbart. Cyberattacken sind wagemutiger und kreativer als früher und fast immer grenzüberschreitend.

Es ist eindeutig notwendig, dass hoch digitalisierte Volkswirtschaften international kooperieren, um diese globale Bedrohung zu bekämpfen. Internationale Zusammenarbeit ist erforderlich, um den internationalen Charakter krimineller Aktivitäten zu bekämpfen, die Online- und Offline-Elemente enthalten, und um Schwächen bei Aufsicht, Konnektivität oder Protokollen zwischen Organisationen zu beheben.

Der Handlungsbedarf ist zwar eindeutig, doch wissen globale Unternehmen nicht immer, wie sie optimal kooperieren können und sollten. Deshalb verstärkt Ibec Global seine Arbeit mit internationalen Partnern, um das gemeinsame Handeln zu gestalten.

Ibec Global hat erkannt, wie wichtig Expertisen in der Cybersicherheit für Unternehmen und Regierungen sind. Sie sind Schwerpunkt des Gipfeltreffens am 18. November, und ich lade alle Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Aufsichtsbehörden, die sich mit Cybersicherheit befassen, ein, an diesem Treffen teilzunehmen.

Zur Autorin: Jackie King ist Geschäftsführerin von Ibec Global, der internationalen Abteilung von von Irlands größtem Unternehmensverband (Ibec).

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