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In mehr als 470 Städten wurde beim vergangenen Klimastreik demonstriert.
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In mehr als 470 Städten wurde beim vergangenen Klimastreik demonstriert.

Klimabrief

Liebe 620 000 Klimastreikende,

Hier schreiben alle zwei Wochen Aktivistinnen und Aktivisten der „Fridays for Future“-Bewegung.

was war das für ein Tag. Vor genau einer Woche sind wir in über 470 Städten in ganz Deutschland auf die Straßen gegangen. Alleine in meiner Stadt, Braunschweig, waren wir fast 5000 – mehr als dreimal so viele, wie angemeldet waren. Am 24. September fand der zweitgrößte Klimastreik und auch der zweitgrößte Protest in Deutschland seit der Wende statt. Wir waren laut, wütend – und doch hoffnungsvoll – wir waren alle fürs Klima.

Wir haben unsere Forderung nach einer klimagerechten Welt, nach einer Zukunft auf die Straßen getragen. Die von uns, die wählen durften, haben sie am vergangenen Sonntag zusätzlich an die Wahlurne getragen. Für 46 Prozent der Wählerinnen und Wähler war die Klimakrise das entscheidende Thema der Bundestagswahl! Ich bin Euch so dankbar, weil Ihr in diesem zermürbenden Wahlkampf und nach diesem anstrengenden Jahr trotzdem mit uns auf die Straße gegangen seid!

Ihr fragt Euch vielleicht: Und jetzt? Die Wahl ist vorbei, wie geht es weiter?

Aktuell laufen schon Sondierungsgespräche, bald werden die Koalitionsverhandlungen starten. Und wir alle wissen, ohne uns wird es maximal leere Versprechen zum Klimaschutz geben, keine wirklichen Maßnahmen, die eine klimagerechte Zukunft schaffen. Deshalb geht es weiter.

Das Versprechen, die 1,5-Grad-Grenze einzuhalten, das alle demokratischen Parteien gegeben haben, muss in den Koalitionsvertrag – und dann auch umgesetzt werden. Es braucht auch sofort schnelle, wirksame Klimaschutzmaßnahmen. Keine Energie mehr aus Kohle, kein weiteres abgebaggertes Dorf, kein weiterer abgeholzter Wald für Autobahnen. In den nächsten Wochen werden wir weiter bundesweit auf die Straßen gehen und den notwendigen Druck auf die verantwortlichen Parteien und Politikerinnen und Politiker ausüben.

Außerdem werden wir am 22. Oktober wieder international streiken – in Deutschland dieses Mal zentral in Berlin. Wir werden am Ort der Entscheidung, mitten in den Koalitionsverhandlungen sein und so richtig Druck machen. Die neue Bundesregierung, egal wer sie führt, wird an uns nicht vorbeikommen.

Genau da kommt Ihr ins Spiel: Als Bewegung sind wir stark, gemeinsam, als ganze Gesellschaft können wir es schaffen. Die Wahl mag vorbei sein, aber unser Kampf nicht. Wenn wir gemeinsam alle fürs Klima kämpfen, für Klimagerechtigkeit und unsere Zukunft können wir es schaffen.

Liebe Grüße, Nele

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