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Das ganze Dilemma

  • Frank-Thomas Wenzel
    VonFrank-Thomas Wenzel
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Die Autolobby ist zu stark. Die EU-Kommission kann und will den engen Verzahnungen in der Branche nicht wirklich auf den Grund gehen. Hier muss mehr passieren.

Die deutsche Autobranche ist auch deshalb so erfolgreich, weil es enge Kooperationen gibt. Allerdings gibt es auch riesige Grauzonen beim Übergang zu verbotenen Kartellen. Jetzt hat die EU-Kommission Strafen verhängt. Unter anderem müssen Continental und Bosch Bußgeld zahlen. Auf die Stuttgarter entfällt mit rund 77 Millionen Euro die größte Summe. Dass da endlich Entscheidungen fallen, ist einerseits lobenswert, handelt es sich doch um Vergehen, aus den Jahren 2000 bis 2011.

Zugleich bleibt ein schaler Beigeschmack. Als die Ermittlungen der EU-Kommission einst begannen, sprach der damalige Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia von unglaublichen Zuständen, bei fast allen Teilen, die man für ein Auto brauche, vermute man Kartelle. Dafür fallen die jetzt von seiner Nachfolgerin Margrethe Vestager verkündeten Strafmaße bescheiden aus.

Das zeigt das ganze Dilemma. Die EU-Kommission kann und will den engen Verzahnungen in der Branche nicht wirklich auf den Grund gehen. Die Autolobby ist stark. Deshalb haben die Wettbewerbshüter in der Vergangenheit lieber große Bögen um die Branche gemacht, zumal es den Behörden an Personal mangelt, um die komplexen Verflechtungen auseinander zu nehmen. Hier muss erheblich mehr passieren – letztlich leiden die Autokäufer durch überhöhte Preise unter den Kartellen. Mal sehen, was bei den noch laufenden Ermittlungen gegen die Branchengrößen VW, Daimler und BMW herauskommt.

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