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Donald Trump will den Shutdown möglichst schnell aufheben.

Kommentar

Furchtbare Zahlen

  • Karl Doemens
    vonKarl Doemens
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Millionen neue Arbeitslose und Tausende Infizierte lassen für die Vereinigten Staaten schlimmes fürchten und das Zwei-Billionen-Dollar-Hilfspaket zum Trostpflaster schrumpfen. Ein Kommentar.

Die Zahl sendet Schockwellen - nicht nur durch die USA. 3,3 Millionen neue Arbeitslose in einer Woche. Das hat es noch nie gegeben. Schon bald könnte jeder dritte Amerikaner ohne Job sein. Angesichts solcher Perspektiven schrumpft selbst das vom Senat beschlossene gigantische Zwei-Billionen-Dollar-Hilfspaket zum Trostpflaster.

Nun kennen die Amerikaner den wirtschaftlichen Preis der Corona-Krise. Die Aussicht auf eine höchstwahrscheinliche Rezession dürfte den Impuls von US-Präsident Donald Trump verstärken, den Shutdown des Landes so schnell wie möglich aufzuheben. Dagegen steht eine andere Zahl, die ebenfalls schockiert: Mehr als 1000 US-Bürger sind inzwischen an Covid-19 gestorben. Mit 70 000 Männern und Frauen sind in den USA inzwischen fast so viele Menschen infiziert wie in China.

Solange aber das Problem nicht einmal identifiziert ist und New York auf einen Klinik-Kollaps zusteuert, ist Trumps Versuch, den Bürgern ohne Rücksicht auf menschliche Verluste die Wiederkehr der Normalität vorzuspielen, eine zynische Wette auf seine Wiederwahl. Zum Glück kann der Nero im Weißen Haus alleine wenig ausrichten. Man kann nur hoffen, dass die Gouverneure der Bundesstaaten weiter Verantwortung zeigen und hart bleiben. 

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