SPD

Führungsduo gesucht

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Kampmann und Roth können die Sozialdemokraten voranbringen. Der Kommentar.

Michael Roth und Christina Kampmann können für einen neuen Anfang in der SPD stehen. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt und die nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete sind weder Nobodys noch Platzhirsche. Das ist eine Mischung, die sich für manch einen in der Partei als reizvoll erweisen könnte. Zuzutrauen ist es Roth und Kampmann, dass sie der SPD ein sympathisches Gesicht und neuen Mut geben könnten.

Wichtig ist, dass sie nicht auf eine reine Wohlfühl-Kandidatur setzen, sondern für den Fall ihrer Wahl auch Veränderungen in der Partei ankündigen. Viele in der SPD werden zustimmen, wenn es darum geht, mehr Vertreter aus den Kommunen in den Vorstand zu bringen. Aber der Vorschlag, dass jeder fünfte Listenplatz Persönlichkeiten wie der Schichtarbeiterin oder dem Künstler ohne Parteibuch offenstehen soll, dürfte in der SPD noch für Diskussionen sorgen. Dabei wäre gerade dieser Schritt besonders wichtig.

Roth und Kampmann wollen bei der SPD Türen und Fenster aufreißen. Das nutzt aber nur, wenn Neuankömmlinge willkommen sind.

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