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Der Explosionskrater in „Green Village“ von Kabul.

Abkommen mit Taliban

Frieden in Afghanistan bleibt fern

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Die Übereinkunft zwischen den USA und den Taliban ist eher ein Abzugs- als ein Friedensplan. Der Kommentar.

Je mehr über die Vereinbarung zwischen der US-Regierung und den radikalislamischen Taliban bekannt wird, desto mehr wird aus dem einst als Friedensabkommen angekündigten Plan eine Übereinkunft zum Abzug der US-Soldaten. Die Trump-Administration hat sich offensichtlich vom Grundsatz verabschiedet „Nichts ist vereinbart, bis alles vereinbart ist“.

Das ist keine gute Nachricht für die fortschrittlichen Kräfte in Afghanistan. Auch nicht für die Regierung in Kabul. Die aufständischen Taliban jedenfalls feiern das Abkommen bereits als Sieg über die Besatzer. Deutschland und die anderen Bündnispartner der USA gehören in gewisser Weise ebenfalls zu den Verlierern des sich abzeichnenden Abkommens. Sie setzten sich jedenfalls dafür ein, die erzielten Fortschritte der vergangenen Jahre nicht zu gefährden.

Nun wird sich in den weiteren Gesprächen mit der Regierung in Kabul über das Abkommen zeigen, was trotz allem zu retten ist. Die jüngsten Anschläge der Taliban deuten auf eine harte Auseinandersetzung hin.

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