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Drei Minister (Scheuer, Müller, Seehofer) und eine Staatssekretärin (Bär): Männerdominanz bei der CSU.

CSU-Ministerien

Frauenquote auf bayerisch

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Bei den Christsozialen bleibt an wichtigen Posten für Frauen, was die Männer übrig lassen - das ist zu wenig. Ein Kommentar.

Aufbruch und Erneuerung ist der Anspruch an die neue große Koalition. Bei der CSU sieht dies so aus: Die drei CSU-Ministerien gehen an Männer. Damit es nicht ganz so arg aussieht, gibt’s für eine Frau noch eine Art Abteilungsleiterposten im Kanzleramt. Nah dran an der Kanzlerin, schon klar. Aber die Leitung eines ganzen Hauses hängt nun mal nicht dran.

Das wäre nicht weiter bemerkenswert, wenn in der CSU nicht sonst auch vor allem die Männer das Sagen hätten. Für Frauen bleibt das, was die Männer übrig lassen. Es lassen sich Gründe dafür finden: Die heiligste Quote in der CSU ist der Regionalproporz. Und die Partei ist ein Männeruniversum, in der Frauen in der Unterzahl sind. Zu wenige sind gefördert worden. In der Bundestagsfraktion etwa wurden sie auf Nebenthemen geparkt. Wenn sie es doch mal in Führungspositionen schaffen, haben sie schnell den Ruf weg, unprofessionell zu sein oder zu nett oder beides.

Vor kurzem hat einer in der CSU eine konservative Revolution gefordert, sicher nur zufällig war es ein Mann. In puncto Gleichberechtigung zeigt die Partei schon mal, was sie darunter versteht. Man kann sich daran erinnern, wenn die CSU das nächste Mal von Aufbruch redet.

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