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Emmanuel Macron meldet sich aus Westafrika zu Wort.

Frankreich

Emmanuel Macrons PR-Aktion

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Mit dem Verzicht auf die ihm zustehende Pension bestätigt Emmanuel Macron, dass der Streit über die Rentenreform über die öffentliche Meinung entschieden wird. Der Kommentar.

Emmanuel Macron hat bisher zu seiner Rentenreform hartnäckig geschwiegen, denn der französische Präsident weiß, dass er für die Streikenden ein rotes Tuch ist. Jetzt kündigt er in einem überraschenden Vorstoß aus Westafrika an, er verzichte auf die ihm zustehende Präsidentenpension von gut 6200 Euro. Zudem plädiert er für eine „Waffenruhe“ , damit die Züge verkehren und Familien zusammen Weihnachten feiern können.

Macron bestätigt damit vor allem eins: Der überaus harte Konflikt wird durch die derzeit schwankende öffentliche Meinung entschieden. Der persönliche Pensionsverzicht wird das Rentensystem natürlich nicht retten. Er soll vielmehr jene Franzosen umstimmen, die mit dem neuen Punktesystem zwar nichts anfangen können, aber die Rentenprivilegien der Eisenbahner zugleich überrissen finden. Mit seinem Appell zur Pause sucht Macron die Verantwortung zudem den Streikenden in die Schuhe zu schieben.

Keine ungeschickte PR-Aktion von Emmanuel Macron

Macrons politische PR-Aktion ist nicht ungeschickt – jedenfalls geschickter als die anfängliche, katastrophale Taktik, die Rentenreform erst mitten im Proteststreik zu verkünden. Inhaltlich ändert sich aber nichts. Die Ängste breiter Schichten, am Ende die Verlierer zu sein, bleiben bestehen. Um sie zu beschwichtigen, muss der Präsident mehr auf den Tisch legen als 6200 Euro.  

Auch im Januar gehen die Proteste gegen die Rentenreform weiter. Für Reisende bedeutet das: Geschlossene Museen und Verkehrsprobleme. Doch die meisten schlagen sich im Pariser Chaos immer besser durch.

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