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Fortschritt mit Fragezeichen

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Von: Thoralf Cleven

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Unter strengen Hygienevorschriften trafen sich Bischöfe, Kleriker, kirchliche Mitarbeiter und Ehrenamtliche im Kongresszentrum an der Frankfurter Messe.
Unter strengen Hygienevorschriften trafen sich Bischöfe, Kleriker, kirchliche Mitarbeiter und Ehrenamtliche im Kongresszentrum an der Frankfurter Messe. © Peter Juelich/epd

Die Organisatoren des Reformprozesses „Synodaler Weg“, sind überzeugt, die am Samstag beendete dritte Vollversammlung habe „geliefert“. Doch ist das so? Der Kommentar.

Die Deutsche Bischofskonferenz und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken waren am Wochenende nahezu euphorisch. Das ist ja in Zeiten, in denen die katholische Kirche durch Missbrauchsgutachten oder den Aufstand queerer Mitarbeitender kräftig durchgeschüttelt wird, eher selten. Die Organisatoren des Reformprozesses „Synodaler Weg“, sind überzeugt, die am Samstag beendete dritte Vollversammlung habe „geliefert“.

Man kann das so sehen. Das Gremium hat sich für die Segnung homosexueller Paare, für die Zulassung verheirateter Priestern und für Frauen als Diakoninnen ausgesprochen. Aus innerkirchlicher Sicht mag das atemberaubend sein – bei interessierten Nichtgläubigen erzeugt es wahrscheinlich ein Schulterzucken. Die meisten Punkte müssen ohnehin noch auf den beiden nächsten Synodalversammlungen endgültig beschlossen werden.

Dazu kommt, dass Rom noch ein gewaltiges Wort mitzusprechen hat. Die am „Synodalen Weg“ Beteiligten müssen also erst noch beweisen, welchen Wert ihre Lieferung tatsächlich besitzt.

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