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Flug ist nicht gleich Flug

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Von: Markus Decker

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Ist beruflich öfter im Helikopter unterwegs – und auch mal privat: Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht.
Ist beruflich öfter im Helikopter unterwegs – und auch mal privat: Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht. (Archivbild) © Ole Spata/dpa

Verteidigungsministerin Lambrecht gerät nach dem Sylt-Urlaub weiter unter Druck, nachdem sie bei zentralen Themen wie Waffenlieferungen an die Ukraine bereits ein schwaches Bild abgegeben hat. Der Kommentar.

Was rechtlich nicht zu beanstanden ist, kann politisch desaströs sein. So verhält es sich bei dem Umstand, dass Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) ihren Sohn in einem Helikopter mitnahm.

Offizielles Ziel war zwar ein Truppenbesuch in Norddeutschland. Nach Angaben des Ministeriums trägt die Hausherrin die Kosten. Freilich schloss sich ein gemeinsamer Osterurlaub auf Sylt an. Damit steht der Verdacht im Raum, eigentliches Ziel sei in Wahrheit gar nicht die Truppe gewesen, sondern jene Insel in der Nordsee. Das ist nicht gut. Für Urlaubsreisen ist die Regierungsflotte nicht gedacht.

Lambrecht ist ohnehin angezählt. Sie kommuniziert teilweise unglücklich. Sie gibt bei zentralen Themen ihres Hauses ein eher schwaches Bild ab, etwa bei den Waffenlieferungen an die Ukraine. In der Bundeswehr genießt sie wenig Rückhalt. Im Regierungsviertel ist es ähnlich. Setzt sich die Erosion von Vertrauen fort, stehen Christine Lambrecht noch dreieinhalb schwierige Jahre bevor. Sie sollte sich im eigenen Interesse am Riemen reißen.

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