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Die EU hat die Gutscheinlösung verhindert - wie geht es nun weiter? (Symbolbild)
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Die EU hat die Gutscheinlösung verhindert - wie geht es nun weiter? (Symbolbild)

Vorauszahlungen für Reisen

Die Corona-Krise legt Fehlkonstruktionen in der Welt der Wirtschaft offen

  • Frank-Thomas Wenzel
    vonFrank-Thomas Wenzel
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Die Reisebranche kann nur noch mit einem staatlichen Rettungsfonds Insolvenzen verhindern, nachdem die EU die Gutschein-Lösung verhindert hat. Ein Kommentar.

Die Corona-Krise legt Fehlkonstruktionen in der Welt der Wirtschaft bloß. In der Reisebranche hat sich eine Praxis durchgesetzt, die höchst fragwürdig ist: Anzahlungen und Vorauszahlungen für Flüge oder Hotelunterkünfte. Dabei handelt es sich um nichts anderes als zinslose Kredite für die Unternehmen. Kredite sind eigentlich das Geschäft von Banken. Wobei die echten Geldinstitute verpflichtet sind, in Sicherungssysteme einzuzahlen. Geht eine Bank pleite, springt die Einlagensicherung ein. In der Touristik hingegen gibt es bestenfalls rudimentäre Sicherungssysteme für das Geld der Kunden.

Die Politik hat bewusst darüber hinweggesehen. Und jetzt haben wir das Desaster. Durch die Corona-Krise ist das System der Vorauszahlungen zusammengebrochen. Zunächst versuchte die Bundesregierung, den Kollaps durch eine Ausweitung der zinslosen Kredite zu retten, und zwar auf Kosten der Kunden mittels Gutscheinen. Zum Glück spielt die EU nicht mit. Jetzt muss ein staatlicher Rettungsfonds her, um massenhafte Insolvenzen zu verhindern.

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