Energieversorgung

Fehlende Absprachen

  • Andreas Schwarzkopf
    vonAndreas Schwarzkopf
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Trotz der angekündigten US-Sanktionen könnte der Streit über Gas bald beendet sein.

So paradox es klingt: Der Streit über russisches Gas könnte trotz der angedrohten US-Sanktionen bald größtenteils beendet sein. Denn zum einen haben sich Russland und die Ukraine unter deutscher Vermittlung auf einen neuen Transit-Vertrag geeinigt. Werden die Details noch geklärt, könnten damit könnten mögliche Engpässe bei der Energieversorgung von mehreren europäischen Ländern abgewendet werden.

Und die angedrohten US-Strafen kommen zudem wahrscheinlich zu spät, um den Bau von Nord Stream 2 noch zu stoppen. Selbst wenn der Washingtons Bannstrahl die Baufirma mit Sitz in der Schweiz noch vor der geplanten Baufertigung Ende Dezember trifft, dürfte eine russische Firma die letzten Kilometer fertigstellen können.

Die Bundesregierung sollte aus diesem Hickhack lernen und künftig Projekte dieser Art früher mit den EU-Partnern abstimmen. Das erspart Ärger, schafft Vertrauen und stärkt das europäische Bündnis, das sich dann gegen alle Seiten besser behaupten kann - nicht nur bei Fragen der Energieversorgung.

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