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Manch einer glaubt fest an Donald Trump.

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Falsche Größe

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US-Präsident Trump glaubt seine Wiederwahl gewinnen zu können, obwohl er keine Erfolge vorweisen kann.

Vor lauter Kraft scheint Donald Trump kaum laufen zu können. Mit einer bombastischen Inszenierung hat der US-Präsident seine Wiederwahl schon vorab gefeiert. Eine boomende US-Wirtschaft, die Schaffung neuer Arbeitsplätze und das angeblich enorm gestiegene Ansehen der USA in der Welt heftet er sich stolz an die Brust. „Keep America Great!“ (Bewahrt Amerikas Größe), lautet sein neuer Schlachtruf.

Mit der Wirklichkeit hat dieses Machogehabe wenig zu tun. Nicht nur hat Trump die Flüchtlingskrise an der mexikanischen Grenze verschlimmert und sein Land in einen schmerzhaften Handelskrieg mit China getrieben. Vor allem hat er bei seinen zentralen außenpolitischen Versprechen versagt: der Lösung der Krisen in Nordkorea und im Iran. Von Diktator Kim Jong-Un, der Atomwaffen besitzt, lässt er sich einwickeln. Im Iran, das keine Nuklearwaffen besitzt, befördert er deren Entwicklung. Die USA drohen gar in einen Krieg mit dem Mullah-Regime zu schlittern. Das wäre ein Desaster und das Gegenteil dessen, was Trump versprochen hat. Die Frage ist nur, ob seine Anhänger das merken.

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