Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Europas Firmen müssen bei Geschäften im Ausland künftig stärker darauf achten, dass ökologische und soziale Standards eingehalten werden.
+
Europas Firmen müssen bei Geschäften im Ausland künftig stärker darauf achten, dass ökologische und soziale Standards eingehalten werden.

Kommentar zu Shell in Nigeria

Europäischer Konzern, europäische Standards

  • Peter Riesbeck
    VonPeter Riesbeck
    schließen

Der holländische Richter Henk Wien in Den Haag hat am Mittwoch Rechtsgeschichte geschrieben. Er verurteilte den heimischen Ölkonzern Royal Dutch Shell zu Schadenersatz für Umweltschäden seiner Tochterfirma in Nigeria.

Damit ist erstmals eine europäische Muttergesellschaft für Fehler ihrer Niederlassungen in einem Entwicklungsland haftbar gemacht worden.

Zwar wies das Haager Gericht vier ähnliche Klagen von Fischern und Bauern ab, weil Shell seine Anlagen in Nigeria nicht grundsätzlich gegen Sabotage schützen könne. In einem weiteren Fall aber befand Wien, dass die Shell Petroleum Development Company in Nigeria ihre Pipelines so nachlässig gesichert habe, dass sich ein Ventil mit einer bloßen Kneifzange habe öffnen lassen. Dafür muss Shell nun zahlen.

Urteil mit Folgen

Das Urteil hat für Europas weltweit agierende Konzerne weitreichende Folgen. Die Global Players können sich künftig nicht mehr auf eine lasche Umweltgesetzgebung in der Dritten Welt berufen oder im Zweifelsfall auf eine nachlässige Justiz in diesen Ländern hoffen. Wer bestellt, kassiert künftig nicht nur die Gewinne ab, er wird auch für mögliche Folgen in die Pflicht genommen. Wenn nicht vor Ort, dann in der Heimat. Europas Firmen müssen bei Geschäften im Ausland künftig stärker darauf achten, dass ökologische und soziale Standards eingehalten werden. Das Recht gilt für Europas Konzerne nicht nur in Europa.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare