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Er glaubt, die Alternative für Deutschland zu sein: Bernd Lucke.
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Er glaubt, die Alternative für Deutschland zu sein: Bernd Lucke.

Angriff auf AfD-Chef Lucke

Eurokritiker in der Opferrolle

  • Karl Doemens
    VonKarl Doemens
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Es gibt gute Gründe, die populistischen Thesen der AfD zu bekämpfen. Man darf der Partei aber keinen Anlass liefern, sich in der Opferrolle zu inszenieren.

Über Monate schien die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) im Bundestagswahlkampf keine Rolle zu spielen. Ihre Umfragewerte waren miserabel, die handgestrickten blauen Plakate wirkten eher mitleidserregend. Doch das könnte sich nun ändern: Das Institut Emnid hat aktuell einen Zuwachs um zwei Punkte auf drei Prozent gemessen. So abwegig ist der Gedanke, dass die AfD den Sprung ins Parlament schafft und damit alle Koalitionsspekulationen über den Haufen wirft, nicht mehr.

Der wichtigste Grund für den Aufschwung der Protestpartei: Die Euro-Krise und ein drittes Griechenland-Paket sind ins Zentrum des Wahlkampfs gerückt. Die Regierung wirkt nicht, als hätte sie einen Plan. Viele Bürger haben Angst um ihr Geld. Da steigt die Neigung, aus Frust einer Ein-Themen-Partei die Stimme zu geben. Diese Tendenz wird bei bürgerlichen Wählern im Zweifelsfall noch gesteigert durch undemokratische Formen der Auseinandersetzung mit der AfD: Überall werden Plakate abgerissen, in Bremen wurde eine Kundgebung gestört.

Manchen Eurogegnern kommen Übergriffe von links gerade recht: Ein bisschen ausgeschmückt garantieren sie für mediale Aufmerksamkeit. Es gibt gute Gründe, die populistischen Thesen der AfD zu bekämpfen. Man darf der Partei aber keinen Anlass liefern, sich in der Opferrolle zu inszenieren.

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