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Es helfen nur strenge Regeln

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Von: Frank-Thomas Wenzel

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Mercedes wird es leicht gemacht, mit Luxuskarossen die EU-Grenzwerte für die Treibhausgasemissionen einzuhalten.
Mercedes wird es leicht gemacht, mit Luxuskarossen die EU-Grenzwerte für die Treibhausgasemissionen einzuhalten. © Carmen Jaspersen/dpa

Mercedes-Benz trickst, aber moralische Vorhaltungen helfen hier nicht weiter. Wir müssen uns bei den politisch Verantwortlichen beschweren. Ein Kommentar.

Mercedes-Benz trickst. Das Unternehmen nutzt bei seinen Plug-in-Hybriden die mangelhaften Regelungen zur Ermittlung des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstoßes aus. Ihm wird es so leicht gemacht, mit seinen Luxuskarossen die EU-Grenzwerte für die Treibhausgasemissionen einzuhalten. Ebenso nutzt der Konzern die Kurzarbeiterregelungen aus, um sich durch die Bundesagentur für Arbeit subventionieren zu lassen.

Moralische Vorhaltungen helfen hier nicht weiter. Schließlich hat Vorstandschef Ola Källenius von den Aktionär:innen den Auftrag, den Profit zu mehren. Würde er dabei die rechtlich zulässigen Möglichkeiten nicht ausschöpfen, könnten die sich mit gutem Recht beschweren.

Wir müssen uns bei den Politiker:innen beschweren. Den Verantwortlichen in Brüssel ist klar, dass Lücken bei den Abgasvorschriften gelassen wurden. Und der Bundesregierung sollte bekannt sein, welche Möglichkeiten es für Firmen gibt, um von den Bestimmungen für die Kurzarbeit zu profitieren. Was dagegen hilft? Nur strengere Regeln.

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