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Am Flughafen von Kuala Lumpur werden Passagiere durchleuchtet.

Kommentar zum Umgang mit dem Coronavirus

Keine Pandemie-Panik schüren

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Deutschland sollte vorsorgen, aber auf alles verzichten, was eine Pandemie-Panik befördern könnte. Der Kommentar.

Ein bislang unbekanntes Virus aus Asien, das nun nach Europa eingeschleppt werden könnte, eine mysteriöse Lungenkrankheit, die bei der WHO zu einer Krisensitzung führt. Schon erklingt der Ruf nach Fieberkontrollen an Flughäfen – das alles sind Nachrichten-Bruchstücke mit Gruselfaktor. Um viel mehr geht es bisher nicht, zumindest nicht aus deutscher oder europäischer Perspektive.

Man kann nicht sagen, dass die Volksrepublik beim Ausbruch von Sars im Jahr 2003 mustergültig mit den internationalen Gesundheitsbehörden kooperiert hat. Und so empfiehlt es sich, sehr genau hinzuschauen, nicht nur nach China, sondern auch nach Thailand, Südkorea und Japan, wo die ersten Fälle außerhalb Chinas festgestellt wurden.

Natürlich muss auch über nationale und europäische Vorsorge nachgedacht werden. Dabei gilt es, auf alles zu verzichten, was Pandemie-Panik befördern könnte. Folgt man den Einschätzungen der Experten hierzulande, ist das Coronavirus deutlich weniger gefährlich als der Sars-Erreger. Allzu große Erregung über den neuen Erreger aus dem fernen China ist daher wohl eher nicht angebracht.  

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